Korbflechter


Vielfaltige ökologische Aspekte Wies das mittelalterliche Korbmacherhandwerk auf.

Es wurde nicht selten im Nebenerwerb von Bauernfamilien betrieben. Der Korb (In den unterschied­lichsten Größen und Variatio­nen) war eines der wichtigsten Verpackungs- und Transportmittel für Güter fast aller Art. Und noch heute gilt: Der Korb ist beim Einkaufen die umweltfreundliche und saubere Alternative zur Plastiktüte und zur kunststoffbeschichteten Ein­kaufstasche!

Wichtigstes Ausgangsmaterial für die Korbflechter waren die Zweige von Weidenbäumen. Sie wurden im Winter geschnitten, was nicht nur den Rohstoff für die handwerkliche Produktion lieferte, sondern gleichzeitig im Sinne der Arterhaltung auch zur Verjüngung und Regeneration alter Weiden beitrug und die Erhaltung der kraichgautypischen Landschaft förderte. Die Anpflanzung und die Erhaltung der Weiden stellte auch eine Möglichkeit dar, Feuchtwiesen und Nassflächen ertragreich zu nutzen und sie - im günstigen Fall - sogar zu entwässern, um sie einer höherwertigen landwirtschaftlichen Nutzung zuzuführen. Die Weidenzweige wurden anschießend in Bächen oder Seen gewässert, um sie für das Flechten vorzubereiten. Die Wässerungsstellen an Ufern konnten dabei zeitweilig als Eiablage und Brutmöglichkeiten für Tiere dienen.

Schließlich entstanden aus den Zweigen in geschickter Handarbeit die Körbe, die bei Bauern, Handwerkern und Händlern die vielfältigste Verwendung landen.

 

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